FOU DE LILOU
„Fou de Lilou” ist ein belgischer gemeinnütziger Verein, inspiriert von der 14-jährigen Lilou – einer energiegeladenen Sitzskifahrerin, die nach einem schweren Unfall nun davon träumt, an den Paralympischen Winterspielen 2030 teilzunehmen. Neben der Unterstützung von Lilous persönlichem Werdegang möchte diese Organisation soziale und physische Barrieren für Kinder im Rollstuhl überwinden.
Mission
Fou de Lilou schreibt derzeit ein fiktives Kinderbuch mit dem Titel „Rolling Dreams“, das später in diesem Jahr von einem belgischen Verlag veröffentlicht wird. Das Buch ist von Lilou inspiriert, aber nicht autobiografisch, um in Schulen Gespräche über Inklusion, Resilienz und die Möglichkeiten eines Lebens im Rollstuhl und mit Sitzskifahren anzuregen. Aber die Organisation will noch weiter gehen. Es gibt konkrete Pläne, interaktive Rollstuhlparcours in Schulen und Jugendzentren zu organisieren – Orte, an denen Kinder physisch erleben können, welchen Herausforderungen Rollstuhlfahrer täglich begegnen, von schmalen Türöffnungen bis hin zu schwierigen Bordsteinen. Durch die Kombination von Spaß, Lernen und Empathie möchten sie Kindern vermitteln, was Hindernisse sind, und ihnen die Augen dafür öffnen, wie viel noch verbessert werden kann.
Wie Protest dabei hilft, den Traum zu verwirklichen
Dank der Unterstützung durch das Protest FUN(D)-Programm kann Fou de Lilou diese Wirkung nun ausweiten. Mit der Unterstützung von Protest können sie diese Rollstuhlparcours mobil machen und noch mehr Schulen, Festivals und Jugendaktivitäten in ganz Belgien erreichen. Das Ziel ist es, Kindern zu zeigen, dass Mobilitätsherausforderungen nicht das Ende ihrer Träume bedeuten – sondern den Beginn neuer. Außerdem möchten sie diese Botschaft mit dem Sitzskifahren verbinden und zeigen, wie adaptive Sportarten ganze Welten eröffnen können. Die Spende in Höhe von 5.000 € wird verwendet, um das Buch in Schulen zu verbreiten, Klassenaktivitäten zu organisieren und die Logistik von Lilous Sportkarriere zu unterstützen.
„Protest ist ein Traumpartner – nicht nur für Lilous Skiambitionen, sondern auch für ihre Geschichte. Dank ihrer Unterstützung kommen wir den Bergen näher und auch den Klassenzimmern. Gemeinsam bauen wir an einer inklusiven Zukunft, in der Mobilitätsherausforderungen Träume nicht stoppen, sondern ihnen neue Formen geben.“ – Pieter Hens, Fou de Lilou.
Hintergrund
Als Lilou jünger war, drehte sich ihr Leben ausschließlich um das Turnen. Als Elite-Turnerin der A-Klasse trainierte sie mehrmals pro Woche, angetrieben von Leidenschaft, Disziplin und Liebe zur Bewegung. Das änderte sich im Sommer 2022. Während einer lang ersehnten Familienreise nach Südafrika wurde sie in einen schweren Autounfall verwickelt. Lilou war von der Hüfte abwärts gelähmt. Sie war erst 12 Jahre alt.
Was folgte, war eine harte Realität – und eine inspirierende Geschichte von Widerstandsfähigkeit. Nach Wochen in einem südafrikanischen Krankenhaus und einer medizinischen Rückführung nach Belgien begann Lilou einen intensiven physischen und emotionalen Weg: Rehabilitation, Anpassung ihrer häuslichen Umgebung und schließlich eine schnellere Rückkehr zur Schule, als die Ärzte für möglich gehalten hatten. Aber sie stand auch vor einer tiefen, persönlichen Frage: Wenn sie nicht mehr das tun konnte, was sie am liebsten tat, was würde ihr dann neue Energie geben?
Lilou probierte verschiedene angepasste Sportarten aus – Rollstuhlrennen, Para-Eishockey, sogar Sitz-Wakeboarden. Aber erst als sie das Sitzskifahren entdeckte, fühlte es sich an, als würde alles zusammenpassen. Auf der Piste fand Lilou nicht nur Adrenalin und Herausforderung, sondern auch etwas anderes: Freiheit. Eine Möglichkeit, sich schnell, unabhängig und ohne Grenzen zu bewegen. Heute trainiert sie dreimal pro Woche und verbringt mindestens 80 Tage im Jahr in den Bergen – und das, obwohl sie ihre Schularbeiten ordentlich nachkommt. Ihr Traum? Die Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen 2030.
Eine Mission mit zwei Schwerpunkten: Sport und Bewusstseinsbildung
Um dieses ehrgeizige Vorhaben zu unterstützen, gründete ihre Familie den gemeinnützigen Verein Fou de Lilou. Die Mission ist zweigeteilt:
- Die Finanzierung von Lilous intensivem (und kostspieligem) Trainings-, Material- und Reiseplan;
- Und die Nutzung ihrer Geschichte, um das Bewusstsein für Mobilität, Inklusion und Resilienz bei Kindern und Jugendlichen zu schärfen.
Kinderbuch als wirkungsvolles Mittel
Eines der wirkungsvollsten Mittel hierfür ist ein in Kürze erscheinendes Kinderbuch: „Lilou – Het Zitski Complot” (Lilou – Die Sitzski-Verschwörung). Die Geschichte dreht sich um Lilous Frustration: Warum wird sie an jedem Schulsporttag in die gleiche angepasste Sportecke gesteckt? Bis eine unerwartete Wendung sie zu einem Sitzski-Kurs führt, der alles verändert. Es ist eine Geschichte über Leidenschaft, Durchhaltevermögen, Freundschaft und die komplexe Dynamik mit ihrer Klassenkameradin Steffi – die vielleicht weniger cool ist, als sie vorgibt zu sein. Das Buch steht im Mittelpunkt einer umfassenderen Schultour. Mit Klassenvorträgen, interaktiven Präsentationen und Rollstuhl-Geschicklichkeitsworkshops möchte Fou de Lilou Kinder zum Nachdenken anregen, sie in Bewegung bringen und ihnen vermitteln, wie es ist, (kleine) Barrieren zu erleben – und zu entdecken, wie viel möglich ist, wenn wir gemeinsam an einer barrierefreien Welt arbeiten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.foudelilou.be
Registrierte Non-Profit-Nummer: BE 1001.874.101